Die Experten nehmen es mit Humor

3 Dinge, die ich an unserem Büro Hund nicht mag und warum ich damit keine Chance habe

Unser Büro Hund Cooper

Wir haben seit einiger Zeit einen Büro Hund. Bekanntlich ist das modern, fördert das soziale Klima im Team und reduziert Stress. Der Kumpel heißt Cooper und ist ein brauner Labrador mit dem treudoofsten Blick, den man sich vorstellen kann. Er ist ausgesprochen gut erzogen und bringt sogar seine eigene Decke mit.

Was habe ich da also zu meckern?
Beginnen wir mit dem Geruch. Hand auf’s Hundeliebhaber Herz – wer mag nassen Hund als Raum Duft? Keiner? Ist aber gerade im Herbst gern benutzt. Und da spreche ich noch nicht mal von den Düften nach einer ordentlichen Pansen Mahlzeit.

Dann hätten wir die Geräuschkulisse. Ein Hund leckt sich gern, gern auch überall und sehr ausgiebig. Das sieht nicht nur unanständig aus, es klingt manchmal auch so. Dann schnauft er immer so, als ob er ein schweres Leben hätte und wenn er nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, dann wird auch schon mal leise rumgefiept.

Außerdem will er beschäftigt und mit einem Tennisball den Flur entlang gejagt werden. Da steht schon mal eine unausgesprochene Erwartungshaltung neben mir mit einem gelben Ball im Maul. Das erzeugt einen riesigen Erwartungsdruck auf mich.

Wieso sind also alle so scharf auf einen Büro Hund? Hier kommen meine Thesen:

  1. Seine Kollegen und v.a. Kolleginnen kann man ja nicht mehr so einfach streicheln, das gibt Ärger.
  2. Den eigenen Chef mit einem gelben Ball den Flur entlang zu jagen sieht zwar witziger aus, bringt auf lange Sicht aber keine Befriedigung für beide Seiten.
  3. Kein Praktikant schaut mehr so naiv und hingebungsvoll in die Runde wie es unser Cooper kann.

Es braucht also einen vierbeinigen Zimmergenossen, damit wir unsere psychologischen Grundbedürfnisse bei der Arbeit befriedigen können wie z.B. Lustgewinn beim Rumtollen oder unser Wunsch nach Bindung beim Kuscheln auf der Hundedecke.

Und vielleicht liegt da auch (Achtung Wortwitz) des Pudels Kern – wir definieren doch eine angenehme Arbeitsatmosphäre eher über die Interaktionen zwischen den beteiligten Menschen durch Wort und Schrift, den sogenannten Umgangston. Da haben Spieltrieb Ausbrüche oder Kuschelattacken wenig Platz – aber sie sind Teil unserer Bedürfnisse…jetzt habe ich mich ja schön reingeritten.

Komm her Cooper, wir gehen einen Karton zerfetzen…

von Kerstin Hattar