Prüfung der ortsveränderlichen Geräte nach VDE 0701/0702 bzw. DGUV V 4

Geltungsbereich

§ 1.

(1)  Diese Unfallverhütungsvorschrift gilt für elektrische Anlagen und Betriebsmittel.

(2)  Diese Unfallverhütungsvorschrift gilt auch für nicht elektrotechnische Arbeiten in der Nähe elektrischer Anlagen und Betriebsmittel.

Zu § 1 Abs. 2:

Zu den nicht elektrotechnischen Arbeiten zählen z.B. das Errichten von Bauwerken  in  der  Nähe  von  Freileitungen  und  Kabelanlagen  sowie  Annäherungen  bei  anderen  Arbeiten,  wie  Bau-,  Montage-,  Transport-,  Anstrich- und Ausbesserungsarbeiten.

Begriffe

§   2.

(1)  Elektrische   Betriebsmittel   im   Sinne   dieser   Unfallverhütungsvorschrift  sind  alle  Gegenstände,  die  als  Ganzes  oder  in  einzelnen  Teilen dem Anwenden elektrischer Energie (z.B. Gegenstände zum Erzeugen, Fortleiten, Verteilen, Speichern, Messen, Umsetzen und Verbrauchen) oder dem Übertragen, Verteilen und Verarbeiten von Informationen (z.B. Gegenstände der  Fernmelde-  und  Informationstechnik)  dienen.  Den  elektrischen  Betriebsmitteln werden gleich gesetzt Schutz- und Hilfsmittel, soweit an diese Anforderungen hinsichtlich der elektrischen Sicherheit gestellt werden. Elektrische   Anlagen   werden   durch   Zusammenschluss   elektrischer   Betriebsmittel gebildet.

(2)  Elektrotechnische  Regeln  im  Sinne  dieser  Unfallverhütungsvorschrift sind die allgemein anerkannten Regeln der Elektrotechnik, die in den VDE-Bestimmungen  enthalten  sind,  auf  die  die  Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand in ihrer Zeitschrift verwiesen haben. Eine elektrotechnische Regel gilt als eingehalten, wenn eine ebenso wirksame andere Maßnahme  getroffen  wird;  dem  Unfallversicherungsträger  ist  auf  Verlangen nachzuweisen, dass die Maßnahme ebenso wirksam ist.

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